Begründet Glauben

Begründet Glauben

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00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Episode des Begründet-Glauben-Podcasts.

00:00:03: Wir glauben, dass Glaube unserem Lebens Sinn gibt und das Glaube auch rational Sinn ergibt!

00:00:09: Mein Name ist Alexander Finck – ich leite das Institut für Glaube in Wissenschaft und wir freuen uns immer über finanzielle Unterstützung unter iguwe.de unterstützen.

00:00:39: Heute geht es weiter mit Teil zwei unserer Miniserie zum biblischen Schöpfungsbericht.

00:00:48: John, wir freuen uns sehr dass Sie heute bei uns sind.

00:01:12: Danke ich freue mich auf unser Gespräch!

00:01:16: Es ist uns eine große Ehre sie unserem Publikum vorzustellen.

00:01:20: John sie plädieren dafür die heilige Schrift durch ihre ursprüngliche kulturelle Brille zu verstehen anstatt durch unsere moderne.

00:01:29: Zuhören sollte man ihnen gerade deshalb, weil sie weit hin als der weltweit führende Experte für die Auslegung des alten Testaments im Licht seines altorientalischen kulturellen und literarischen Kontexts gelten.

00:01:43: Auf diesem Gebiet haben Sie internationale Maßstäbe gesetzt – deshalb auch gleich meine erste Frage!

00:01:50: Warum ist es eigentlich so wichtig, die Bibel in ihrem antiken kulturellem Kontext zu verstehen?

00:01:56: Nun, ich denke das liegt vor allem daran dass unser gesamtes Denken und Reden auf kulturellen Annahmen beruht.

00:02:03: Und diese Annahme fließen ganz unbemerkt in die Bedeutung mit ein.

00:02:08: Denken Sie an das Allgemeinwissen zwischen einem Sprecher und einem Hörer.

00:02:14: Bestimmte Dinge müssen nicht extra erwähnt werden weil sie für beide selbstverständlich sind.

00:02:21: Deshalb ist es so wichtig Genau die Elemente zu verstehen, die hinter der biblischen Kommunikation stehen.

00:02:29: Gleichzeitig wollen wir vermeiden die unausgesprochenen Bedeutungen aus unserem Kulturkreis in den Text hineinzulesen.

00:02:38: Kulturelle Annahmen prägen also die Bedeitung und uns geht es darum, den Text in seinem Kontext zu lesen!

00:02:47: Wenn wir uns für einen Text interessieren, sei es theologisch oder akademisch, dann wollen wir wissen was er wirklich aussagen wollte.

00:02:57: Das bedeutet – Wir müssen ihn in seinem eigenen Kontext studieren!

00:03:03: Ich kann ihn also nicht einfach wahrlos durch meine moderne Brille lesen.

00:03:08: Ich gehe ja auch nicht zum Buch der Sprüche und erwarte, dass es über Social Media spricht.

00:03:14: Ich erwarte vom Buch der Könige keine Diskussion über Demokratie.

00:03:21: Und ich erwarte von Deuteronomium keine Abhandlung über Kapitalismus!

00:03:26: Genauso wenig sollte ich die Genesis aufschlagen und erwarten, dass sie über moderne Wissenschaft spricht.

00:03:34: Wir wollen verstehen was der Text zu seinen eigenen Bedingungen in seiner Kultur und in seiner Sprach aussagen wollte.

00:03:43: Das ist die Begründung für den Ansatz ihn in seinem kulturellen Kontext zu lesen.

00:03:50: Und würden Sie sagen, dass das bei der Genesis schwieriger ist?

00:03:54: Weil diese Kultur zeitlich viel weiter von uns entfernt ist als beispielsweise die griechische Kultur des neuen Testaments.

00:04:02: Ja sicherlich!

00:04:03: Die hebräische Kultur ist zeitlig und auch von ihrer Art her weiter von unserer eigenen entfernt.

00:04:11: Das macht es schwieriger

00:04:13: Aber wenn wir den altorientalischen Hintergrund so stark betonen.

00:04:18: Laufen wir da nicht Gefahr, dass diese alten Weltanschauungen der Bibel vorschreiben was sie überhaupt sagen darf?

00:04:25: Es sind nicht die Weltanschauungen, die hier etwas diktieren sondern die Autoren.

00:04:31: Sie kontrollieren die Bedeutung.

00:04:33: das ist ein Grundprinzip und da sie aus ihrer Kultur heraus sprechen müssen wir genau das berücksichtigen was sie kommunizieren wollten sowohl das was sie aussprechen als auch das was sie stillschweigend annehmen.

00:04:50: Es geht also nicht darum, die Antike Kultur diktieren zu lassen – es geht darum, Die antike Kultur anzuerkennen in der die biblischen Autoren verwurzelt waren.

00:05:02: Die Autoren geben die Bedeutung vor und sie lebten nun einmal in der Antike.

00:05:08: Was auch immer Sie also aus ihrer Welt voraussetzen ist Teil der Bedeitung, die wir verstehen

00:05:15: müssen.".

00:05:17: Wenn ich Sie richtig verstehe, argumentieren sie dass Genesis eins kein wörtlicher Bericht im modernen Sinne ist sondern eher ein Stück antiker Kosmologie.

00:05:26: Bevor wir auf den Text selbst eingehen könnten Sie erklären was genau Sie damit meinen und gibt es andere Beispiele für diese Art von Literatur.

00:05:36: Sicher!

00:05:37: Lassen Sie uns zuerst über das Wort Wörtlich nachdenken.

00:05:42: Ich würde gar nichts sagen, dass der Text nicht wörtlich gelesen werden soll.

00:05:47: Wenn ich das Wort Wörtlich verwende und ich glaube die meisten Menschen auch dann meinen wir damit ein Text so zu verstehen wie der Autor ihn verstanden haben wollte.

00:05:59: Das ist wörtliche!

00:06:00: Wenn etwas in der Bibel ein Gleichnis ist, dann ist die wörtlische Auslegung es als Gleichnis zu lesen.

00:06:07: Wenn etwas eine Metapher ist, ist die wörtliche Auslegung es als Metaphr zu lesen.

00:06:14: Ich möchte den Text immer so lesen wie er gemeint war.

00:06:17: wenn ich also Genesis eins betrachte dann sind moderne Lesarten für mich oft nicht wörtlich weil sie die Welt und die Kultur des Autors ignorieren.

00:06:28: Sie stülpen stattdessen unsere Kultur und unsere Vorstellungen darüber.

00:06:34: In diesem Sinne verfehlt eine moderne Lesart, viel eher eine wörtliche Auslegung.

00:06:40: Eine wörtlichen Lesart hängt also davon ab die Absicht des Autors zu verstehen und ihr zu

00:06:47: folgen.".

00:06:49: Was andere Beispiele angeht – das Wort Kosmologie beschreibt einfach unser Verständnis von der Natur des Kosmos!

00:06:57: Manchmal verbinden wir das mit den Ursprüngen des Kosmos.

00:07:01: Technisch gesehen wäre das aber Kosmogonier, also Lehre von der Entstehung und der Entwicklung des Weltalls sowie der Himmelskörper – und nicht Kosmologie!

00:07:13: Kosmologie ist die Lehre vom Kosmos und sein Verständnis.

00:07:17: Und wir haben unzählige Texte aus der Antike, die genau das tun….

00:07:45: Gut, dann hier mal eine vielleicht etwas größere Frage.

00:07:48: Was gibt Ihnen die Zuversicht, dass das der richtige Weg ist Genesis I zu lesen?

00:07:53: Was überzeugt Sie davon, dass der Ansatz der antiken Kosmologie am besten passt?

00:08:18: und was die antike Kosmologie als Ansatz angeht.

00:08:21: Was wären die Alternativen, die Antike Kultur komplett ignorieren und einfach unsere eigene Darüber stülpen?

00:08:29: Ich glaube nicht dass ich dabei sehr zuversichtlich sein könnte denn wie würde ich dann die Absichten des Autors respektieren?

00:08:37: Es sind die Absichten des Autores und meine Fähigkeit mich bestmöglich damit zu verbinden die mir überhaupt Zuversicht geben.

00:08:47: Wenn ich über Interpretationsspreche, würde ich sagen die stärkste Interpretation ist die mit den stärksten Beweisen.

00:08:56: Natürlich ist die Beweislage je nach Thema sehr unterschiedlich aber Ich kann nur dann zuversichtlich sein wenn die Beweise so erdrückend sind dass sie klare Schlussfolgerungen zulassen.

00:09:10: Mein Ziel ist es nicht selbst sicher zu sein.

00:09:13: mein Ziel ist das dem Text Treu zu sein.

00:09:18: Spielt dabei die Frage eine Rolle, wer der Autor des Textes ist?

00:09:22: Ich weiß es gibt eine große Debatte darüber ob es Mose war, jemand anderes oder vielleicht sogar mehrere Autoren!

00:09:29: Ist das für Ihren Ansatz wichtig?

00:09:32: Nein, das ist nicht.

00:09:34: Danke für die Frage.

00:09:35: Es ist nicht wirklich wichtig Denn wer auch immer es war, es waren Israeliten Und das führt mich dazu an einen antiken israelitischen Kontext zu denken, egal ob früh oder spät in der biblischen Zeit.

00:09:50: Oder vielleicht eine Mischung daraus?

00:09:54: Wir können die Autoren nicht namentlich identifizieren!

00:09:58: Wenn unsere Interpretation davon abhinge könnten wir im alten Testament fast nichts mehr sagen.

00:10:05: Selbst bei den Propheten können wir sicher sein dass der Prophet gesprochen hat Aber es ist unwahrscheinlich, dass er auch der war, der das Buch verfasst hat.

00:10:17: Auch da ist der Autor also jemand anderes als der Sprecher.

00:10:22: Es spielt also keine Rolle ob wir sie identifizieren können.

00:10:26: Wir wissen, dass Sie Israeliten waren und somit können wir in einem israelitischen Rahmen denken

00:10:40: Aber der Text scheint das zumindest für den durchschnittlichen Leser nicht klar auszudrücken.

00:10:45: Die meisten Bibel-Lese heute würden das wohl nie so herauslesen, wie rechtfertigen sie diese Lesart?

00:10:52: Zunächst einmal möchte ich das Konzept von Vorher und Nachher hinterfragen... Die Vorstellung, Gott habe die materielle Welt vorher erschaffen setzt voraus dass Genesis eins ein Ursprungsbericht sein soll und die meisten Leser gehen genau davon aus.

00:11:10: Ich bin inzwischen zu einer anderen Ansicht gekommen.

00:11:13: In unserer modernen Denkweise sind Ursprünge wichtige Fragen besonders im wissenschaftlichen Denken aber das ist unsere kulturelle Brille.

00:11:25: Ich glaube, für die Israeliten war es wichtiger über Identität nachzudenken.

00:11:31: Was ist der Kosmos?

00:11:32: Wer sorgt dafür das er funktioniert?

00:11:35: Was ist sein Zweck?

00:11:37: Das sind viel grundlegendere Fragen für einen Israeliten!

00:11:41: Ich bin mir also nicht sicher, ob Sie überhaupt in Kategorien wie das Materielle vor dem Bericht gedacht hätten.

00:11:54: An Tag drei heißt es Gott lässt das trockene Land hervorkommen.

00:12:15: Da steht nicht, dass er das trockenen Land gemacht hat.

00:12:18: Wenn es nun aber da ist muss er es offensichtlich zu einer anderen Zeit gemacht haben.

00:12:24: Aber der biblische Text ist nicht wirklich am Wann oder an der Reihenfolge interessiert.

00:12:31: Es geht nur darum wie die Dinge geordnet wurden.

00:12:34: Das ist das Denken das ich bevorzuge.

00:12:37: Gott ordnet die Welt.

00:12:39: Das Hervortreten des trockenen Landes ist ein Akt der Ordnung.

00:12:54: Und es wird nicht gesagt, dass Gott sie in diesem Moment gemacht hat.

00:13:14: Er hat sie nur

00:13:14: hervorgebracht.".

00:13:17: Ich glaube Sie haben das mal als eine Zuhause-Geschichte bezeichnet aber nicht als Hausgeschichte oder anders gesagt Genesis I schildert nicht wie die Welt materiell gebaut wurde sondern wie sie zu einem bewohnten und geordneten Raum wird in dem Gott selbst Wohnung nimmt.

00:13:36: Aber müsste man dann theologisch nicht doch auch annehmen, dass Gott zugleich der ist, der das Haus gebaut hat?

00:13:42: Ja natürlich.

00:13:43: Das ist aber keine literarische sondern eine theologische Frage.

00:13:48: Theologisch hatten weder die Israeliten noch ich den geringsten Zweifel daran, Wenn die Bibel davon spricht, dass Gott die Grundfesten der Erde legt.

00:14:07: Ist das eine materielle Aussage?

00:14:09: Wenn sie davon spricht ,dass er Die Himmel ausbreitet ist es eine materielle Aussage

00:14:16: Aber...die

00:14:17: Bibel erzählt keine materielle Geschichte.

00:14:20: Sie hat diese materiellen Aussagen hier und da verstreut als einzelne Sätze aber wenn sie die große Geschichte erzählen will Dann erzählt sie die Geschichte der Ordnung.

00:14:34: Und das ist eine literarische Entscheidung, keine Theologische!

00:14:38: Der Autor darf entscheiden welche Geschichte er erzählt und wir müssen versuchen, dass zu seinen Bedingungen zu akzeptieren.

00:14:49: Kommen wir mal zu Adam und Eva.

00:14:51: Halten Sie sie für real historische Personen oder verstehen Sie sie eher als Archetypen?

00:14:57: Ja, ich sehe Adam und Eva als reale historische Person aber vor allem als archetypische Repräsentanten der Menschheit.

00:15:07: Darauf lege ich großen Wert – und das ist aus meiner Sicht nicht einfach meine Entscheidung!

00:15:11: Ich versuche den Autoren zu folgen.

00:15:14: Was den Autorin wichtig ist, ist mir wichtig.

00:15:18: Das gehört dazu wenn man den Text zu seinen eigenen Bedingungen liest.

00:15:22: Ich könnte alle möglichen Fragen stellen Welche Hautfarbe hatten Sie?

00:15:27: Hatten sie lockiges oder glattes Haar.

00:15:30: Aber wenn das nicht die Fragen des Textes sind, dann sollten sie mir auch nicht wichtig sein und das schließt die Frage ein ob sie historische Individuen waren Denn für mich ist klar der Text behandelt sie als Archetypen also als Repräsentanten von uns

00:15:48: allen.

00:15:49: Wenn ich den Text lese denke Ich bin sie und sie sind ich.

00:15:53: Es geht also nicht um eine Trennung zwischen denen damals und uns heute.

00:15:59: Der Text will nicht, dass wir uns von Ihnen unterscheiden sondern das wir uns mit ihnen identifizieren.

00:16:06: Unsere Fragen sollten sich also nicht auf alles richten was wir uns über sie fragen könnten Sondern auf das was der Autor über Sie sagen will.

00:16:17: Deshalb betone ich den Aspekt der Archetypen, weil das meiner Meinung nach durch Beweise gestützt wird.

00:16:24: Schließlich sind schon ihre Namen archetypisch.

00:16:27: Sein Name bedeutet Menschheit.

00:16:30: Ihr Name bedeutet Leben.

00:16:33: Es gibt also Belege dafür dass der Text genau das mit ihnen vorhat und ich versuche nur dem Text zu folgen.

00:16:42: Und halten Sie es für einen Fehler, wenn wir jetzt zu Römer fünf springen wo Paulus Adam und Jesus vergleicht.

00:16:50: Dort scheint es doch so oder viele argumentieren so dass Adam eine reale Person sein muss weil seine sündereale Konsequenzen in dieser Welt hat.

00:16:59: was denken sie darüber?

00:17:01: Ich bin sehr daran interessiert Paulus zu lesen wenn ich Paulus lese aber ich bin nicht daran Interessiert Paulos zu Lesen Wenn ich Genesis lese.

00:17:12: Ich will wissen, was die Genesys mit Adam macht.

00:17:16: Denn ich folge nicht einfach nur Paulus!

00:17:18: Ich folge Paulus wenn ich Paulus lese und ich folgen Genesis wenn ich die Genesis lese.

00:17:26: Die Diskussion darüber, was Paulus über Adam denkt ist also eine separate und wichtige Diskussion.

00:17:35: Es ist eine komplizierte Diskussion Aber das ist eine, die man führt wenn man sich mit dem Römerbrief beschäftigt.

00:17:44: Ich versuche die Genesis zu ihren eigenen Bedingungen zu

00:17:48: entschlüsseln.".

00:18:04: Leute wie Joshua Swamidas oder William Lane Craig versuchen, die wissenschaftliche Welt mit der Genesis zusammenzudenken.

00:18:12: Ist das zu gewagt?

00:18:13: Oder halten sie solche Ansätze für fruchtbar?

00:18:16: Ich habe bereits erwähnt dass ich keine moderne Wissenschaft in den Text hineinlesen möchte als ob er davon handeln würde.

00:18:26: Das ist nicht das was Craig und Swamidas tun aber manche Leute tun das Und das will ich vermeiden, weil meine moderne Brille eben anders ist als die Antike.

00:18:37: Was Swamidas und Cragtun isst Wissenschaft und Bibel zusammenzufügen?

00:18:43: Sie versuchen herauszufinden wie die Zahnräder ineinandergreifen könnten.

00:18:48: Sie sagen dann vielleicht Adam repräsentiert einen bestimmten genealogischen Vorfahren oder einen frühen Homo sapiens!

00:19:01: Auch da bin ich vorsichtig.

00:19:03: Denn wenn ich wirklich glaube, dass die Bibel überhaupt nicht wissenschaftlich ist dann habe ich keinen Grund anzunehmen das diese Zahnräder ineinandergreifen werden.

00:19:15: Die Vereinbarkeit von Wissenschaft und Bibel wie ich sie sehe funktioniert nicht wie zwei Zahnräder die perfekt ineinander greifen.

00:19:26: Die Vereinbarkheit entsteht dadurch was die Bibel tut und was sie nicht tut.

00:19:33: Und ich glaube nicht, dass die Bibels eine Art Steckdose liefert in die wir die Wissenschaft einfach einstecken

00:19:40: können.".

00:19:41: Danke für diese Klarstellung!

00:19:43: Aus Ihrer Sicht kommt ja gerade dem Garten Eden eine besondere Rolle zu.

00:19:47: Können Sie das einmal genauer erklären?

00:19:49: Warum ist Eden so

00:19:50: zentral?!

00:19:52: Auch hier bin ich nicht sicher, ob er in meiner Sicht zentral ist.

00:19:56: Ich möchte erkennen wie er in die Sicht des Autors der Genesis passt.

00:20:02: Mein neues Buch New Explorations In The Lost World of Genesis spiegelt einen gewissen Sinneswandel meinerseits wieder was den Garten Eden betrifft.

00:20:14: Früher dachte ich, es ginge darum das Gott in die Sphäre des Menschen kommt um dort präsent zu sein und seine Gegenwart unter den Menschen einzurichten.

00:20:25: Die kleine aber wichtige Änderung ist – Ich bin jetzt überzeugt dass nicht Gott in diese Sphere des Menschen Kommt sondern die Menschen in dieSphäre Gottes geholt werden!

00:20:37: Der Garten Eden stellt damit einen Versuch da, darüber nachzudenken wie Ordnung erreicht werden kann.

00:20:45: Die Frage ist gelingt Ordnung im menschlichen Bereich?

00:20:49: Wäre alles wunderbar wenn die Menschen nur im göttlichen Bereich leben könnten?

00:20:54: Ich denke der Bericht über den Garten Eden bringt die Erkenntnis hervor dass das nicht der Fall ist.

00:21:01: auch das hätte seine Gefahren und Schwierigkeiten und wäre für die menschliche Existenz nicht förderlich.

00:21:09: Das gibt dem Ganzen eine etwas andere Bedeutung.

00:21:13: Ich weiß also nicht, ob ich es zentral nennen würde – aber es ist ein wichtiges Szenario das der Text entwirft!

00:21:22: Und wir müssen versuchen seine Bedeitung zu

00:21:24: verstehen.".

00:21:26: Sie bezeichnen ihre Lesart von Genesis eins Jahr gerne als eine Art Tempel-Lesart.

00:21:32: Ein häufiger Einwand gegen ihre Sichtweise ist, dass Genesis eins aber niemals konkret von einem Tempel spricht.

00:21:40: Wie kommen Sie also darauf?

00:21:48: Für mich ist das eine Frage der kulturellen Assoziation.

00:22:05: Wenn wir in unserem Kontext von einem Gottesdienst oder einer Predigt sprechen, müssen wir das Wort Kirche nicht sagen!

00:22:13: Wir erkennen automatisch dass es sich um einen kirchlichen Kontext handelt.

00:22:18: Das ist eine kulturelle Assoziation die wir ganz leicht herstellen.

00:22:23: Gottesdienst und Predigt sind für uns Begriffe, die außerhalb der Kirche kaum funktionieren.

00:22:31: Ich behaupte dass das selbe gilt wenn man in der Antike von göttlicher Ruhe sprach.

00:22:38: Wenn sie von götlicher Ruwe sprechen gibt es keine anderen Option.

00:22:42: Es ist eine automatische Verbindung zu einem Tempel Denn Tempel wurden gebaut damit Götter darin ruhen konnten und Göttern ruten im Tempeln.

00:22:53: In diesem Sinne ist das eine automatische kulturelle Assoziation.

00:22:58: Der Grund, warum es uns schwer fällt diese Verbindung herzustellen, ist dass das keine kulturellen Assoziation ist die wir haben.

00:23:08: Das macht es schwieriger Aber so würde ich es erklären.

00:23:12: Für mich ist klar, dass ein Israelid so gedacht hätte.

00:23:15: Es steht aber nicht in den Worten des Textes, weil es durch die kulturelle Assoziation präsent ist.

00:23:23: Nun könnte manche denken dass ihr Ansatz recht kompliziert klingt.

00:23:27: Gott würde ewige Wahrheiten doch nicht auf eine Weise offenbaren Die das Studium einer ganzen antiken Kultur erfordert um sie zu verstehen.

00:23:36: Was würden Sie darauf Antworten?

00:23:38: Meine erste, vielleicht etwas schnippische Antwort wäre.

00:23:42: Behaupten Sie damit auch Gott würde sich nicht in einer anderen Sprache offenbaren!

00:23:49: Denn er hat sich in einer anderer Sprache und in eine andere Kultur offenbart – das erfordert von uns, dass wir uns damit beschäftigen.

00:23:58: Nun

00:23:59: haben in diesem Fall viele Menschen die Arbeit für uns getan und Übersetzungen angefertigt Aber man kann nicht sagen, dass Gott so etwas nicht tut.

00:24:10: Er hat es getan!

00:24:12: Für uns klingt das kompliziert weil es nicht unsere Sprache oder Kultur ist.

00:24:17: Für ein Israeliten war es aber überhaupt nicht kompliziert.

00:24:21: Es war seine Sprache und eine Kultur die er verstand.

00:24:26: Der kulturelle Hintergrund war ihm vertraut.

00:24:29: Wir können also nicht einfach sagen So arbeitet Gott nicht Denn ganz offensichtlich hat er genau so gearbeitet.

00:24:37: Die Tatsache, dass das die Sache für uns kompliziert macht ist einfach eine Gegebenheit.

00:24:45: Egal in welcher Kultur oder Sprache Gott kommuniziert hätte es wäre für andere Kulturen und Sprachen schwierig gewesen.

00:24:54: Er hätte sich entscheiden können es immer wieder neu zu tun In jeder Sprache und jeder Kultur Aber... Das hat er nicht und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass er das hätte tun sollen.

00:25:07: Ja, das schafft Komplikation für uns – aber das sind die Gegebenheiten mit denen wir arbeiten

00:25:14: müssen.".

00:25:15: Das führt uns zu einer tiefergehenden Frage!

00:25:19: Wenn die Genesis so tief in eine antiken Weltanschauung verwurzelt ist, was bedeutet das für ihr Verständnis von göttlicher Inspiration?

00:25:27: Wie kann ein solcher Text heute noch Gottes Wort für uns

00:25:30: sein?!

00:25:31: Der Leitsatz, den ich in fast allen meinen Büchern verwende lautet die Bibel ist für uns geschrieben aber nicht an uns.

00:25:40: Ich glaube fest daran dass die Botschaft die Gott durch menschliche Autoren in diese Texte hineingesprochen hat auch wenn es in ihrer Sprache ihre Kultur und ihrem historischen Umfeld geschah weiterhin Relevanz für uns hat.

00:25:58: Sobald wir verstehen, was der Text für die damaligen Empfänger bedeutete wird er zu einer Botschaft Gottes für uns.

00:26:06: Die göttliche Inspiration eines Textes hängt nicht davon ab ob ich ihn auf Anhieb verstehe.

00:26:12: Inspiration ist die Eigenschaft, die der Text hat weil er von Gott kommt und er kam von Gott durch menschliche Instrumente seines Israeliten oder Griechen und Römer Und deshalb ist dieser Text, wie es im zweiten Timotheus heißt, inspiriert.

00:26:32: Dieser Text der uns heute übersetzt vorliegt trägt immer noch eine Botschaft von Gott solange er gut übersetzt und verantwortungsbewusst interpretiert wird.

00:26:43: Diese Botschaft bleibt für uns wichtig!

00:26:46: Wir müssen zwar immer noch herausfinden was diese Botschaft genau ist aber wir nehmen sie als Gottes Wort an.

00:26:55: Sie bleibt Gottes Botschaft, weil sie uns weiterhin das sagt – was der Autor seinem Publikum sagen wollte.

00:27:03: Aber wir müssen diese Verbindung herstellen!

00:27:06: Was sagt der Text zu ihnen?

00:27:09: Und was bedeutet das dann für

00:27:10: uns?".

00:27:11: Für manche Menschen ist ihre Interpretation eine echte Herausforderung besonders wenn sie mit einer sehr traditionellen Sichtweise aufgewachsen sind Aber sie betonen immer wieder, dass ihr Ansatz den Glauben an die Bibel nicht schwächt sondern ihn sogar

00:27:26: stärkt.

00:27:28: Jeder Zugang zur Bibel der uns ihre eigentliche Botschaft besser verstehen lässt muss am Ende der Stärkere sein und ich glaube das wir Sprache und Kultur berücksichtigen müssen um gut zu lesen.

00:27:42: Je mehr wir das Gefühl haben uns mit der Absicht des Autors zu verbinden, desto stärker wird unsere Interpretation und desto bedeutsamer die Botschaft.

00:27:53: Viele Menschen, die traditionell aufgewachsen sind kennen Freunde oder haben es sogar selbst erlebt, die irgendwann das Gefühl hatten dass diese traditionelle Sichtweise unvereinbar wurde mit der Welt und der Wissenschaft, wie sie Sie zum Beispiel an der Universität erlebten.

00:28:14: Und die Statistiken sind eindeutig – eine hohe Zahl von Menschen, die in diesem traditionellen Denken aufgewachsen sind haben den Glauben verlassen!

00:28:25: Als man ihnen sagte, sie müssten sich zwischen Wissenschaft und Glauben entscheiden, kam sie an einen Punkt, an dem Sie die Wissenschaft für überzeugend hielten.

00:28:37: Ihre Schlussfolgerung war, wenn ich wählen muss, muss ich wohl meinen Glaubem

00:28:41: aufgeben.".

00:28:43: Die Folge?

00:28:44: Viele junge Menschen haben ihren Glaubens verloren weil dieser traditionelle Ansatz für sie nicht mehr schlüssig war!

00:28:53: wenn ich mir nun die Sichtweise ansehe, die ich präsentiere.

00:28:58: Ich kenne niemanden der seinen Glauben verliert, weil er meine Sichtweise

00:29:02: akzeptiert.".

00:29:04: Sie schwächt also nicht den Glaubens, sondern sie gibt Menschen einen Grund, an ihrem Glaubem festzuhalten.

00:29:10: Sie gibt ihnen ein Grund zu glauben dass sie an der Schrift festhalten und gleichzeitig die etablierte Wissenschaft ohne Konflikt akzeptieren können!

00:29:23: Ich werbe also für ein konfliktfreies Modell.

00:29:51: Vielleicht gibt es höherer, die Genesis I noch nie gelesen haben oder darin bisher nichts Wertvolles finden konnten.

00:29:59: Was würden Sie sagen?

00:30:00: Ist der wahre Schatz in diesem alten Text?

00:30:03: Der wahre Schutz liegt in der Botschaft, die der Text vermitteln will und seine Botschaft ist Gott ist der Schöpfer.

00:30:11: Damit meinen wir dass er der Handelnde isst, der die Schöpfung hervorgebracht

00:30:16: hat.

00:30:17: Der Text will uns nicht sagen, wie er es getan hat.

00:30:21: Er gibt uns keine Mechanismen außer dass er sprach und es geschah.

00:30:26: Ob er sprache und es geshah im nächsten Augenblick oder in den nächsten fünf Millionen Jahren – das macht keinen Unterschied!

00:30:35: Gott ist und bleibt der Handelnde.

00:30:38: Selbst wenn evolutionäre Modelle korrekt beschreiben, wie die Dinge entstanden sind, gibt es da keinen Widerspruch.

00:30:46: Gott könnte durch einen solchen Prozess wirken, wenn er sich dafür entscheidet.

00:30:52: Der Kern der biblischen Aussage ist also, Gott isst der Handelnde der Schöpfung unabhängig davon welche Mechanismen wir entdecken und als Schöpfer das ist der zweite Schatz – ist Gott der, der die Welt mit einem Zweck geordnet hat so dass sie so funktioniert wie sie es tut Und das führt zu dem, was ich Ordnung nenne.

00:31:17: Wir interessieren uns also weniger für materielle Ursprünge als für die Ordnung, die Gott geschaffen hat.

00:31:25: Ordnung ist soweit ich das beurteilen kann der höchste Wert in der antiken Welt und deshalb ist derjenige, der Ordnung bringt – in der wichtigsten Position.

00:31:36: Stellen Sie sich vor sie fangen einen neuen Job an!

00:31:40: Setzen Sie sich am ersten Tag an Ihren Schreibtisch und sagen, zeigen sie mir die Baupläne für dieses Gebäude damit ich weiß was ich tue.

00:31:50: Oder fragen Sie, zeigen Sie mir das Organigramm?

00:31:54: Damit ich weiß wem ich unterstellt bin und mit wem Ich zusammen arbeite.

00:32:00: Wir haben den materiellen Aspekt einfach überbetont.

00:32:04: In der Antike hat man nicht so sehr über die materielle Seite nachgedacht.

00:32:09: Man wollte wissen, wer hat hier das Sagen?

00:32:12: Wer sorgt dafür, dass alles läuft und was ist das Ziel des Ganzen.

00:32:17: Das sind die Schätze in Genesis I. Denken Sie an Ihren Computer.

00:32:23: Wenn sie jemand nach ihrem Laptop fragt werden Sie wahrscheinlich nicht über die Chips auf dem Motherboard oder die Polymere im Bildschirm sprechen.

00:32:32: Sie werden über Ihre Apps und Ihr Betriebssystem sprechen.

00:32:37: Wir interessieren uns mehr für Ordnung, Funktion und Zweck als für die Chemie- und Chips.

00:32:43: Die Apps sind für uns wichtiger als die Chips – obwohl wir natürlich wissen das ohne die Chps gar nichts läuft!

00:32:51: Das ist ein modernes Beispiel an dem wir diesen Unterschied sehen.

00:32:56: Wir müssen Genesis eins zwei und drei mit antiken Augen lesen Anstatt durch unsere moderne Brille Und genau das bringt die wahre theologische Sprenkraft dieser Texte zum Vorschein.

00:33:11: John, vielen herzlichen Dank für dieses Gespräch!

00:33:14: Für ihre Gedanken und für Ihre Arbeit – ich glaube, dass ist ein großer Schatz für viele Christen aber auch für andere Menschen, denen durch ihre Gedanken vielleicht die Augen geöffnet werden.

00:33:26: Vielen Dank!

00:33:27: Danke….

00:33:28: Ich hoffe es konnte helfen...

00:33:30: Und damit endet auch schon der zweite und letzte Teil unserer kleinen Reihe zum biblischen Schöpfungsbericht.

00:33:59: Also Geschichte erzählt in Bildern, aber mit echtem Inhalt.

00:34:05: Sein Ziel ist klar – nicht unsere heutigen Vorstellungen in den Text hineintragen sondern die literarische Form ernst nehmen, die der Autor damals gewählt hat und vor diesem Hintergrund fragen was war seine Absicht?

00:34:20: Und wie hat er sie sprachlich umgesetzt?

00:34:22: Craig zeigt damit!

00:34:24: Der christliche Glaube muss sich nicht verstecken.

00:34:27: Er hält auch Stand, wenn man historisch denkt, kritisch liest und die Bibel trotzdem ernst nimmt.

00:34:34: Im zweiten Teil von heute haben wir John Walton gehört.

00:34:38: Auch er will die ursprüngliche Absicht des Autors erfassen Aber?

00:34:43: Er setzt den Schwerpunkt anders.

00:34:45: Walton fragt In welchem kulturellen Umfeld ist dieser Text entstanden?

00:34:51: Welche Fragen haben die Menschen damals bewegt?

00:34:54: Hatten sie überhaupt naturwissenschaftliche Absichten in einer Zeit, in der es moderne Wissenschaft noch gar nicht

00:35:00: gab?

00:35:01: Oder ging es ihnen viel mehr darum wie für Israeliten typisch die Welt theologisch zu verstehen.

00:35:08: Nach ihrer Ordnung ihrem Sinn ihrer Bedeutung?

00:35:12: auch er spricht von einer wörtlichen Lesart aber wörtlich heißt Für Walton der Absicht treu bleiben.

00:35:22: Was wollte der Autor vermitteln?

00:35:25: Craigs und Waltons Zugänge unterscheiden sich, aber in einem Punkt sind sie sich einig.

00:35:31: Sie wollen den Text zuerst in seinem eigenen kulturellen und sprachlichen Rahmen verstehen, bevor man ihn mit modernen Kategorien liest.

00:35:39: Natürlich gibt es daneben noch andere Sichtweisen – zum Beispiel die Kurzzeitschöpfung In sechs irdischen Tagen.

00:35:46: Diese Lesart ist in vielen Gemeinden fest verwurzelt.

00:35:50: Sie vertraut darauf, dass die Bibel auch bei Zeitangaben präzise und zuverlässig ist.

00:35:55: Oft steckt dahinter ein tiefes, ehrliches Bemühen der Bibel treu zu bleiben – und das verdient Respekt!

00:36:03: Gleichzeitig würden sowohl Craig als auch Walton fragen was genau meinte der biblische Autor?

00:36:10: Als er zum Beispiel von Tagensprach?

00:36:13: wie verstand er damals Zeit Geschichte Ursache ganz ohne moderne Wissenschaft?

00:36:18: Und riskieren wir vielleicht unsere heutigen Erwartungen in einen Text hinein zu tragen, der ganz andere Fragen beantworten wollte?

00:36:27: Denn wörtlich heißt nicht simpel.

00:36:30: Wörtlich heisst gründlich, tief im Kontext und vor allem auf die Absicht des Textes hingelesen!

00:36:37: Und was folgt daraus für uns?

00:36:40: Vielleicht das hier – Der Bibel gerecht zu werden heißt Glauben und Fragen, Hören und Hinhören Eine Haltung, die uns helfen kann, tiefer zu verstehen.

00:36:50: Nicht nur lesen was da steht sondern auch fragen Warum steht es so da?

00:36:55: Und genau hier bleibt die Frage offen Welche Sicht liegt richtig?

00:37:00: Vielleicht ist es die von Craig vielleicht die von Walton vielleicht die mit der du persönlich groß geworden bist oder vielleicht noch eine ganz andere feststeht?

00:37:10: Die Frage ist groß sie ist spannend und Sie isst im besten Sinn fragwürdig.

00:37:17: In diesem Sinne verabschieden wir uns und bedanken uns fürs Zuhören.

Über diesen Podcast

Gibt es Gott? Und wenn es ihn gibt, warum gibt es dann so viel Schlechtes in der Welt? Können wir überhaupt irgendwas über Gott wissen oder ist Gott nur Wunschdenken?

Warum denken so viele Menschen so unterschiedlich über Gott? Und wie können Menschen unterschiedlichen Glaubens gut zusammenleben? In welchem Verhältnis steht die Wissenschaft zu Gott?

Diese und ähnliche Fragen beschäftigen uns Menschen schon seit Jahrtausenden. Das IGUW (Institut für Glaube und Wissenschaft) wurde 1999 von Dr. Jürgen Spieß gegründet, um sich genau mit diesen Themen zu befassen und so den Dialog zwischen Glauben, Wissenschaft und verschiedenen Weltanschauungen zu führen.

Für diesen Podcast verarbeiten wir einereseits etliche Beiträge der letzten Jahre, aber produzieren auch immer wieder neue Inhalte.

von und mit Institut für Glaube und Wissenschaft

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