Begründet Glauben

Begründet Glauben

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00:00:01: Aber ich komme mal gleich zur Sache, weil es ja schon spät geworden ist und beginne mit Nobelpreisträger Werner Heisenberg.

00:00:22: Mitbegründer der Quantenphysik erschrieb in der Teil- und das Ganze München, Wenn man in dieser westlichen Welt fragt, was gut und was schlecht, was erstrebenswert und was zu verdammen ist.

00:00:38: So findet man doch immer wieder den Wertmaßstab des Christentums auch dort wo man mit den Bildern und Gleichnissen dieser Religion längst nichts mehr anfangen kann.

00:00:49: wenn einmal die magnetische Kraft ganz erloschen ist, die diesen Kompass gelenkt hat Und die Kraft kann doch nur von der zentralen Ordnung herkommen.

00:01:03: So fürchte ich, dass sehr schreckliche Dinge passieren

00:01:06: können.".

00:01:07: Ähnlich schrieb Benedikt XVI in einem Brief an die Bischöfe der katholischen Kirche, Das eigentliche Problem unserer Geschichtsstunde ist es, dass Gott aus dem Horizont der Menschen verschwindet und das mit dem Erlöschen bis von Gott kommenden Lichts Orientierungslosigkeit in die Menschheit hereinbricht, deren zerstörerische Wirkungen wir immer mehr zu sehen bekommen.

00:01:38: Inzwischen sind die Kirchenbindungen in der westlichen Welt stark erodiert.

00:01:42: Das Christentum wird soziologisch im Unterschied zum Islam als erkaltete Religion

00:01:48: charakterisiert.".

00:01:50: In Deutschland sind noch etwa forty-fünf Prozent Kirchenmitglieder, nur ein Fünftel aber der Deutschen glaubt, Zitat dass es einen Gott gibt, der sich Jesus Christus zu erkennen gegeben hat – zwanzig Prozent!

00:02:05: Ein nennswerter Aufwuchs.

00:02:07: religiöse Alternativen ist nicht nachweisbar, klammert man die angebote alternativmedizinischer Körperpflege und Wellnesübungen aus.

00:02:16: Dann steht der erklärten Offenheit für außerkirchliche Religiosität eine weit geringere persönliche Bekanntschaft und Praxis

00:02:25: gegenüber.".

00:02:28: Ursechlich für die Krise des Christentums hierzulande sind nach der Einschätzung von Religionssoziologen hauptsächlich Kirchen externe Faktoren.

00:02:39: Pollack und Roster schreiben in den Politik, in Religion, in der Moderne unabhängig davon was die Kirchen tun oder lassen welchem theologischen Leitbild sie in ihrem Handeln folgen und welche politischen Position Sie vertreten Gehen die Austrittszahlen nach oben oder nach unten?

00:02:58: Einflussreicher als ihr Handeln sind in der Regel ökonomische, politische und gesamtgesellschaftliche Wandlungsprozesse.

00:03:07: Individualisierung, Urbanisierung, Massenwohlstand, Ablenkung bzw.

00:03:13: Interessenkonkurrenz durch vermehrte Freizeitoptionen, Bildungsexpansion, Berufstätigkeit der Mütter, Mobilitätszunahme, Wertediskrepanzen – besonders bei der Sexualethik.

00:03:26: Angesichts dessen was Kirchenmitglieder wirklich noch vom christlichen Credoglauben erscheint nicht erklärungsbedürftig dass so viele aus der Kirche austreten jedes Jahr, sondern das so wenige aus der kirche austreiten.

00:03:47: Damit kann man Radiomoderatorinnen immer schocken nach Bekanntgabe der neuesten Kirchenstatistik wenn man sich hinstellt und sagt erstaunlich ist es wieder so wenigen Menschen aus der kirche ausgetreten sind.

00:03:59: Ein Hinweis darauf, dass christliches Bekenntnis in der Gesellschaft angesichts des schwungskristlichen Glaubens nicht automatisch inopportun wird.

00:04:10: Die Wertschätzung des Christentums geht weit über die Gruppe der Kirchen Nahen-Bürger hinaus – auch wenn das Motto vieler heute zu lauten scheint, die christliche Religion ist gut für die anderen!

00:04:26: bleibt die Scheu vor einer Gesellschaft ohne Gott beachtlich.

00:04:30: Fast jeder fünfte nimmt Atheismus als bedrohlig wahr und weitere thirty-fünf Prozent als keine Bereicherung für die

00:04:41: Gesellschaft.".

00:04:43: Die überdurchschnittliche, wahlgläubige Christen in Parlamente und Regierungen der östlichen Bundesländer ab einem Jahrzehnte zeigte das authentisches Christsein in einer sehr weitgehend säkularisierten Gesellschaft nicht der Wählbarkeit abträglich sein muss.

00:05:00: Auch wenn die vorausgehende antikristliche SED-Diktatur und das Vertrauen in die im Westen regierende CDU in der sich ja die meisten Christen im Osten dann auch engagierten, begünstigend gewirkt haben mag.

00:05:15: Christliche Beiträge zum Gemeinwohl werden heute meistens an den institutionellen Werken der Kirchen gemessen.

00:05:24: Damit will ich mich heute nicht lange aufhalten sondern nur mal exemplarisch für meine Kirche ein paar Daten in den Raum werfen.

00:05:39: Einrichtungen, achthundertfünfzig Schulen, siebzehn Jugendorganisationen mit sechshundertsechzigtausend Mitgliedern.

00:05:48: Dreihunderttausende Ministranten im Bildungssektor die katholische Universität Eichstedt Ingolstadt und theologische Fakultäten an elf staatlichen Universitäten Fünf Diözäsane-Fakultäten, drei Ordenshochschulen, fünf Fachhochshulen und zwei Hochschulen für Kirchenmusik mit zusammen von ca.

00:06:10: fifteen Tausend Studierenden und dreihundertfünfzig Professuren.

00:06:15: Zweihundertdreißig Hochschulseelsorger im Einsatz.

00:06:19: Das Cousinuswerk fördert rund zweitausend Fünfhundert Stipendiaten.

00:06:23: der Akademische Austauschtdienst für ausländische Postgraduierte zwunderzwundachzig.

00:06:28: Die katholische Journalistenschule hat über dreitausend Absolventen.

00:06:34: An Veranstaltung der vierundzwanzig-katholischen Akademien und fünfhundertdrei Einrichtungen der Erwachsenenbildung nehmen jährlich etwa zweikommer fünf Millionen Menschen teil.

00:06:44: Ferner gibt es über dreitausend Büchereien, einen Kinder- und Jugendbuchpreis, achtunddreißig eigene Museen, neunundsechzig Museum mit konzeptioneller und finanzieller Beteiligung elf Kulturpreise, elftausendrahundertsechzig Chorgruppen und tausendsiebenhundertvierunddreißig Instrumental Ensembles.

00:07:09: Siebenhunderttausend Hauptamtliche und rund eine halbe Million Ehrenamtliche Mitarbeiter arbeiten in rund twenty-fünfzigtausend Einrichtungen der Caritas mit.

00:07:21: Von der alten und behinderten Hilfe über die Schwangerschaftsmütterkur und Familienberatung bis zur Sozialberatungs für Schuldner und zur Suchtberatungen.

00:07:31: Weitere Hunderttausende Haupt- und ehrenamtlich bei den Maltesern.

00:07:36: In der Flüchtlingsarbeit arbeiten fünftausend hauptamtliche und vierunddreißigtausende Ehrenamtliche mit.

00:07:42: Fast vierundachtzig Millionen Euro an kirchlichen Eigenmitteln wurden im Jahr-zu-二-zehnt-zwanzig eingesetzt, siebenundvierzig Millionen für internationale Projekte, sechsunddrei-sich Millionen für Geflüchtete im Inland.

00:07:58: Noch wichtiger aber dürfte die unsichtbare Wirkung die Sittliche Wirkung auf Millionen individueller Entscheidungen in familieberufvereinsleben, Nachbarschaft und Staat sein.

00:08:15: In diesem Sinne brach der religiös eher unmusikalische Thomas Mann im September neunzehnt siebenunddreißig eine Lanze für die Unverzichtbarkeit des Christentums.

00:08:28: Ich zitiere Über die höhe und siddliche Kultur des Christentums sagte Goethe zu Eckermann, wie es in den Evangelien schimmert und leuchtet wird der menschliche Geist nicht hinauskommen.

00:08:43: Und heute glauben ein paar pseudo-revolutionäre Popularliteraten in ihrer angeregten Halbbildung damit fertig zu sein!

00:08:52: Ein besonders unzeitiger Dünkel.

00:08:54: warhaftig Denn das Christentum war als siddliches Zuchtmittel, nie einer Zeit und Menschheit notwendiger als dieser Gegenwertigen.

00:09:05: Für deren Verwirrung und Verwilderung diejenigen, die sich anmaßen, das Christendom zu überwinden – das abstoßendste Beispiel bilden!

00:09:14: wo es sich um Wertverteidigung, um die Bewahrung eines allgemeingültigen humanen Maßes handelt wird auf der kulturellen Christlichkeit abendländischen Menschentums mit aller Freiheit und Festigkeit bestanden werden müssen.

00:09:30: Soweit Thomas Mann!

00:09:33: Auch diejenigen, die unsere Demokratie in der erfahrungsverdichteten Zeit nach dem NS-Regime errichteten hatten klare Vorstellungen von den christlichen Gemeinwohldiensten.

00:09:45: In der Erklärung des Kreisauer Widersteinskreises zum Verhältnis von Staat und Kirche in einem demokratischen Deutschland hieß es, Der frühere SPD-Reistagsabgeordnete Carlo Mierendorf sagte nach seiner Befreiung aus dreijähriger Lagerhaft zu seinem Freund Fugger, Die sozialethische Relevanz christlicher Wertorientierung lässt sich negativ erahnen angesichts der zunehmenden Krisenphänomene in Wirtschaft und Arbeitswelt, angesichts zur Überforderung der Sozialsysteme.

00:10:56: von Umweltzerstörung und Klimakrise, Gewaltbereitschaft und Korruption, Drogenmissbrauch, Bildungsmesere und Populismus, Kindermangel, Instabilität von Beziehungen und Einsamkeit, Entsolidarisierung und Extremismus, Partizipationsmüdigkeit, Verantwortungsscheu- und Vertrauensschwund.

00:11:18: Für diese breite Problempalette hält das Christentum mehr Orientierungswissen und tugend ethische Haltegriffe bereit als sozialistische, libertäre, ökopazifistische oder rein technokratische Weltanschauungen.

00:11:38: Positiv leuchtet die Relevanz der christlichen Religion auf in empirischen Untersuchungen zu Lebenszielen, Lebensgefühl und demokratischen Bürgertugenden.

00:11:51: Hier zeigten sich Christen natürlich nicht durchweg, aber graduell im Vergleich durchschnittlicher Positionierungen als durchaus eine Wertelite.

00:12:04: Vor allem bei Lebensschutz, Rechtsbewusstsein, normativen Denken in den Kategorien von Gut und Böse, aber auch bei Leistungsbereitschaft, sozialem Engagement, Vertrauensbereitsschaft politischer Messigung und Partizipation sowie Wertschätzung der Ehe, Kinderfreundlichkeit, seelischer Verfassung und Lebenszufriedenheit.

00:12:33: Soweit die Zusammenfassung – jetzt im Einzelnen sieben Thesen!

00:12:40: Erstens Christen betrachten den Menschen als Geschöpf- und Ebenbild Gottes und sind damit in besonderer Weise der Würde und dem Recht des Menschen verpflichtet.

00:12:53: Dies erweist sich vor allem in den Fragen der Unantastbarkeit menschlichen Lebens, denn Initiativen zur Verteidigung des menschliche Lebensrechts und gegen eine Aufweichung des Tötungstabus am Anfang oder Ende des Lebens engagieren sich vornehmlich Christen!

00:13:11: In Umfragen wird Abtreimung am entschiedensten von Kirchen Nahenkristen abgelehnt, aber auch von Kirchentfernen noch eher als von Konfessionslosen.

00:13:22: Die Todesstrafe für Schwerverbrecher zum Beispiel Mörder vergewaltiger Terroristen befürworteten in einer Allensbacher Umfrage Neunundzwanzig Prozent der Konfessionslosen, Fünfundzwanzzig Prozent der Protestanten und zwanzig Prozent der Katholiken.

00:13:43: Zweitens die in der jüdisch-christlichen Tradition enthaltene Ethik also Dekalog Selichpreisungen Tugendlehre erzieht zur Beachtung von Geboten und Verboten nicht nur im kirchlichen sondern auch im staatlichen Bereich.

00:14:04: Christlich geprägte Menschen werden insofern im demokratischen Rechtsstaat mit größerer Wahrscheinlichkeit, Pflichtbewusste und Gesetzes treue Bürger sein.

00:14:14: Im Reiche dieses Königs hat man das Recht Lieb heißt es in der Heiligen Schrift.

00:14:23: Sowohl illegale Protestformen als auch Delikte der sogenannten Alltagskriminalität wie Steuerhinterziehung, Versicherungsbetrug, Schwarzfahren und Missbrauch von Sozialleistungen wurden in Auszählungen allensbacher Umfragen mit wachsender Näht zur Kirche entschiedener abgelehnt.

00:14:43: Der Rückhalt dieser stärkeren Normorientierung dezidiert christlicher Bürger liegt im Glauben an den Transzendentenausgleich von Sittlichkeit und Glücksseligkeit für die unsterbliche Seele.

00:14:58: Rein immanente Vertragstheorien über gemeinsam anerkannte Werte, daraus folgende Normen und Tugenden stoßen neben dem noch leidlich lösbaren Begründungsproblem in der menschlichen Wirklichkeit auf ein Motivationsproblem.

00:15:20: In der Fülle staatlicher oder sozial kontrollierbarer Situationen gibt es laut Peter Kosolowski für den einzelnen drei Handlungsoptionen.

00:15:32: Erstens, er kann unbedingt moralisch handeln also unabhängig von den Vorteilen die er haben könne wenn er die Situation ausnützt.

00:15:42: Er macht das allgemeine Interesse zu seinem Interesse und handelt unabhängig vom Verhalten der anderen den Regeln gemäß.

00:15:52: Eine unwahrscheinliche Verhaltensweise, weil die innerweltlichen Anreize zu dieser reinen Ethik gering sind.

00:16:01: Die Pursuit of Happiness nicht deckungsgleich mit einem Leben in höchster Moralität.

00:16:09: Er kann zweitens bedingt moralisch handeln und sich sagen ich bin bereit mich an die ethischen Regeln zu halten wenn alle anderen oder zumindest Die meisten anderen es auch tun.

00:16:24: Ich breche aber die Regeln, wenn ich das Gefühl habe alleine der Dumme zu sein.

00:16:31: Je größer und unübersichtlicher eine Gesellschaft umso stärker wird die Unsicherheit über das Verhalten anderer so dass selbst Bürger, die eigentlich bereit wären den Verallgemeinerungsgrundsatz auf sich selbst anzuwenden aus Furcht vor Übervorteilung dazu neigen können.

00:16:48: ist mit dem Regel Gehorsam doch nicht so genau zu nehmen, das sogenannte Isolationsparadox.

00:16:56: Und drittens kann der Einzelne die Einsicht haben dass dem Gemeinwohl am besten gedient ist wenn sich alle Regeltreufer halten, dass die beste Situation aber diejenige ist in der sich alle anderen nur nicht er selbst an die Regeln halten.

00:17:18: Auch die Wahrscheinlichkeit dieser Schwarzfahrer-Devise steigt mit der Anonymität der großen Zahl.

00:17:27: Weder mit dem kalkulierten Egoismus, dieser dritten Option noch mit dem Spekulieren was wohl die anderen tun werden lässt sich ein gesellschaftliches Werte und Regelsystem aufrechterhalten.

00:17:42: aber auch ein moralischer Heroismus Der ersten Option, der den Riegel Gehorsam ganz kategorischem Imperativ entsprechend aus reiner Achtung vor dem Gesetz ohne Nutzenerwägungen leisten sollte ist aller menschlichen Erfahrung nach als Garant eines ethischen Systems ungeeignet weil angesichts der ambivalenten Menschen Natur zu unwahrscheinlich.

00:18:11: Erst der Gedanke einer überwältlichen Rechtfertigungspflicht stellt die Versicherungsinstanz dafür dar, dass die Ethik in Geltung ist und das sogar der Zustand selbst als einziger Sittlich zu handeln.

00:18:29: Und dabei innerweltlich betrachtet hoffnungslos unterzugehen immer noch jenem Zustand vorzuziehen wäre, indem gar keiner mehr siddlich

00:18:40: handelte.".

00:18:42: Die letzte Konsequenz, eine Auflösung dieser religiösen Ethikverankerung hat Fyodor Dostoyevsky daher in dem drastischen Satz zugespitzt.

00:18:54: Wenn es Gott nicht gibt dann ist alles erlaubt oder moderner mit Joschka Fischer Eine Ethik, die sich nicht auf die tiefer reichende normative Kraft einer verbindlichen Religion stützen kann wird es schwer haben, sich in der Gesellschaft durchzusetzen und von Dauer zu sein.

00:19:18: Denn ihre gesellschaftliche Wirkung könnte sie erst auf dem Hintergrund neuer und akzeptierter religiöser Tabus und davon abgeleiteter Normierungen entfalten – eine Verantwortungsethik ohne religiöse Fundierung scheint in der Moderne einfach nicht zu funktionieren.

00:19:39: Soweit unser ehemaliger Außenminister, zweiundneinzig in seinem Buch Die Linke nach dem Sozialismus.

00:19:49: Widerspruch gegen diese ideengeschichtlich gut belegte These kamen Zwo-tausend zwölf ausgerechnet vom katholischen Sozialphilosophen Hans Joas.

00:20:04: In einem Aufsatz führt Säkularisierung zu Moralverfall, in der jesuitischen Kulturzeitschrift Stimmen der Zeit.

00:20:13: Sein Hinweis darauf Ich zitiere, dass Kinder grundlegende moralische Regeln etwa der Fairness im Spiel selbstständig und ohne Einwirkungen erzieherischer Autoritäten nämlich in der Reflexion auf die Bedingungen gelingenden gemeinsamen Spiels entdecken können.

00:20:37: Er scheint auf den ersten Blick überzeugend.

00:20:41: Übrigens hat mich das zum ersten Mal mit dem Institut zusammengeführt, weil meine Antwort vom Institut damals auf die Online-Seiten hochgeladen wurde.

00:20:53: Genau!

00:20:56: Der Staatsrechtler Josef Isensee liefert in einem Aufsatz über Gerechtigkeit auch entsprechende Beispiele für diese kindliche Kompetenz.

00:21:07: Ich zitiere ihn Die Grundlagen der Gerechtigkeiten sind den Menschen angeboren Idee innate, wie Cicero sie verstand von der Natur mitgegeben als natürliches Licht und als Grundlage um fassender Übereinstimmung aller in elementaren sitlichen Fragen.

00:21:27: Sobald ein Kind nicht mehr darauf angewiesen ist sein Willen durch Geschrei- und Gestrampel auszudrücken sondern versucht ihn in Worte zu fassen und begreift, dass es eine körperliche Unterlegenheit durch Argumente kompensieren kann um sich der älterlichen Zumutungen zu erwehren werden die Eltern mit elementaren Prinzipien von Recht und Gerechtigkeit konfrontiert.

00:21:56: Die das Kind anwendet ohne dass irgendeine Erwachsener sie es gelehrt hätte.

00:22:03: Die Kindersprache reicht aus, um die Kategorien in handfeste rechtliche Gründe umzusetzen.

00:22:10: Ich habe es gar nicht getan.

00:22:12: – Handlungsverantwortung!

00:22:16: Ich kann aber nichts dafür.

00:22:19: Haftung nur für Verschulden.

00:22:23: Ich habe die Töne aufgemacht und muss hier auch nicht schließen.

00:22:27: Verursacherhaftung.

00:22:30: Ich auch immer nur ich.

00:22:34: Gleichheit Diskriminierungsverbot.

00:22:38: Die anderen Kinder dürfen es aber, Allgemeinheit der Normen und Bedeutung von Berufungsfällen.

00:22:47: Du hast es aber versprochen!

00:22:50: Bindung an das eigene Wort packt er sonst zur Wander.

00:22:54: Du tust es doch selber nicht.

00:22:57: Konsequenz der Norm für den Normgeber.

00:23:01: Seine Verpflichtung die eigene Norm zu erfüllen und vorzuleben.

00:23:06: Du lügst Wahrhaftigkeit als Basis des gerechten Urteils.

00:23:11: Die Reihe ließe sich fortsetzen, etwa mit dem Prinzip des Vertrauensschutzes und im Schutz der Personalwürde vor Demütigung – hier fallen allerdings weniger Worte als Tränen.

00:23:23: Am Ende der kindlichen Lektionen in Rechtsphilosophie sind alle Kategorien auf denen das Recht gründet vollständig abgehandelt.

00:23:32: Sie brauchen nicht anerzogen zu werden!

00:23:35: Ab einer gewissen Entwicklungsstufe sind sie präsent und wirksam.

00:23:39: Über Sie definiert sich das Kind gegenüber seinen Eltern als Person, durch sie setzt es diese bei ihren erzieherischen Maßnahmen unter Rechtfertigungszwang.

00:23:51: Die Kriterien der Rechtfertigung sind Eltern wie kind gemeinsam vorgegeben.

00:23:57: Sie denken und sprechen die gleiche moralische und virtuell rechtliche Sprache soweit dass Staatsrechtler Zitat.

00:24:09: Sind also zumindest Grundzüge des Rechts, also des ethischen Minimums.

00:24:15: eine gesicherte Mitgiftesmenschen die keiner religiösen Beigabe bedarf?

00:24:22: Wenn man einmal absieht von der aus der Mode gekommenen christlichen Erbsündenlehre, Nach den monströsen Geschichtsverbrechen des zwanzigsten Jahrhunderts keines Kurilität mehr nennt, sondern fast schon eine Erfahrung.

00:24:40: Dann brächte uns als sekulare Warnung immer noch William Goldings literarisch anthropologischer Klassiker Lord of the Flies, Herr der Fliegen von hier in den letzten Jahren.

00:25:01: Wie kann das sein?

00:25:03: Nachdem uns Isensis eindrucksvolle Schilderung und Übersetzung kindlicher Moralkompetenz doch gerade so sympathisch in Sicherheit wiegte.

00:25:16: Die Antwort gibt er selbst, indem er auf das entscheidende Defizit menschlicher Moralbegabung hinweist.

00:25:26: Was der Erzieher dem Zöckling zu vermitteln hat ist vor allem dass er den Gerechtigkeitsanspruch, den er gegen die anderen erhebt seinerseits einzulösen hat.

00:25:41: Die goldene Regel, alles was ihr wollt dass euch die Leute tun das tut ihnen auch.

00:25:47: Bedarf allerdings pädagogischer Nachhilfe, die das Gewissen schärft weil normalerweise der moralische Eignutz kräftiger entwickelt ist als der Sinn für das Recht des anderen.

00:26:02: Dies gilt aller Erfahrungen nach leider noch für Erwachsene die der beständigen moralischen Kontrolle und Unterweisung durch erzieher längst entwachsen sind.

00:26:14: Drittens, die jetzigen Punkte gehen schneller.

00:26:18: Der Zweite war besonders wichtig und zentral deswegen habe ich mich da länger aufgehalten.

00:26:24: Drittens der Gedanke der Bewährung vor Gott unterstützt.

00:26:28: verantwortliche Leistungsbereitschaft Solidarität und Gemeinwohldenken werden von den Geboten der Nächstenliebe inspiriert.

00:26:37: Die anspruchsvolle Auffassung, ich will nicht fragen was tut der Staat für mich sondern was tue ich für den Staat wurde in allenzbacher Umfragen von kirchennahen Christen signifikant häufiger geteilt.

00:26:50: Ebenso die Einstellung das Leben als eine Aufgabe zu betrachten für die ich da bin und für die der Einsatz aller Kräfte lohnt statt als alternative Haltung.

00:27:04: Ich möchte das Leben genießen und mich nicht mehr abmühen als nötig.

00:27:08: Entscheidend ist doch, dass man was von seinem Leben

00:27:10: hat.".

00:27:13: Auf die in der Altsbacher Werbeträger-Analyse gestellte Frage hier auf dieser Liste steht einiges, was im Leben wichtig und erstrebenswert sein kann.

00:27:22: Könnten Sie mir bitte alles angeben?

00:27:24: Was sie für ganz besonders wichtig halten?

00:27:27: Bekannten sich Deutsche, die Religion und feste Glaubensüberzeugung als Wichtig nannten deutlich häufiger als solche, die dies nicht hatten.

00:27:37: zu den Lebenszielen soziale Gerechtigkeit.

00:27:42: Der Unterschied ist sieben und siebzig zu einundsechzig Prozent also sechzehn Punkte.

00:27:48: Menschen helfen, die in Not geraten, vierundsiebzig zum neunundvierzig Kinder haben, seventy-fünf bis dreiundfünfzig immer neues Lernen.

00:28:01: zweiundfünftig zur achtenvierzig.

00:28:05: Unterschiede zeigten sich auch bei den Lebenszielen gute vielseitige Bildung.

00:28:10: Sechsundsechzig zu siebenundfünfzig, kreativ sein, neununddreißig zu dreißig und Verantwortung für andere übernehmen.

00:28:19: Sechsundvierzig zum Neunundzwanzig.

00:28:23: eine Allensbacherzählung.

00:28:25: Zwei Tausend Dreiundzwanzig ergab signifikante Unterschiede in den Lebenszielen schon zwischen jenen die bloß Mitglied einer Kirche sind und solchen, die es nie waren.

00:28:36: bei sozialer Gerechtigkeit Menschen in Not helfen und Kinder haben.

00:28:44: Der Mittelwert übrigens der tatsächlichen Zahl der eigenen Kinder beträgt bei Katholiken – eins Komma zwei sieben.

00:28:56: bei Protestanten Eins Komma Zwei Eins Bei Konfessionslosen Eins Komman Null.

00:29:04: Fünf.

00:29:04: sich in den letzten zwölf Monaten, in irgendeinem Bereich ehrenamtlich engagiert zu haben berichten in der KMU der Kirchenmittelschaftsuntersuchung.

00:29:14: fast die Hälfte der Katholiken und Protestanten aber nur ein Drittel der Konfessionslosen.

00:29:20: Sozialbenachteiligten- und gesellschaftlichen Randgruppen helfen stuften auf einer Skala der Wertorientierung von eins bis sieben Kirchenmitglieder durchschnittlich bei fünf ein Konfessionslose um zwei Zehntelpunkte niedriger.

00:29:36: Dafür betonten sie etwas häufiger als erstrebenswert, sich selbst verwirklichen, unabhängig sein tun und lassen was man will die guten Dinge des Lebens in vollen Zügen genießen.

00:29:47: einen hohen Lebensstandard haben also tendenziell hedonistische Wertprioritäten.

00:29:55: Der Bertelsmann Religionsmonitor ermittelte freiwilliges Engagement deutlich häufiger bei Religionszugehörigen mit religiöser Sozialisation als bei konfessionslosen ohne religiöse Sozialisation, einundreißig zu siebzehn.

00:30:13: Dazwischen liegen die Religionszugehörige ohne religioses Sozialisation und die Konfessionslosen mit religioser Sozialization.

00:30:24: In den letzten zwölf Monaten für wohltätige Zwecke gespendet zu haben, berichten hier einundseipzig Prozent der Kirchenmitglieder und neunundfünfzig Prozent ihrer Ohne-Konfession.

00:30:41: Bereitschaft zur Unterstützung einer geflüchteten Person aus der Ukraine bei Behördengängen erklärten zweiundachtzig Prozent Prozent der Konfessionslosen.

00:30:57: In der Kategorie Vertrauen in andere Menschen allgemein, laut Nobelpreisträger Kenneth Arrow ein wichtiges Schmiermittel der Wirtschaftseffizienz und Teil des Sozialkapitals Lagen schon im Bertelsmann-Relionsmonitor, die Christen mit siebenundsechzig Prozent deutlich vor den Konfessionslosen mit sechsundfünfzig und in Muslime mit neunundvierzig.

00:31:24: Christen bekundeten sogar mehr Vertrauen in Konfessionlose als diese in

00:31:29: ihresgleichen.".

00:31:31: Ganz im Sinne der Unterscheidung Robert Putnam's zwischen Bonding Capital, das sich auf die eigene soziale Gruppe bezieht und Bridging Capital, dass auch andere Mitglieder der Gesellschaft einschließt.

00:31:44: Viertens Der christliche Gedanke der Weltüberwindung durch das Kreuzesopfer Jesu und der Geborgenheit im Letzten durch die Auferstehungshoffnung setzt Gelassenheit im Vorletzten im irdischen Leben frei die zu unaufgeregtem Engagement und Widerstand gegen ideologische Heilsangebote und politischen Radikalismus befähigt.

00:32:11: Nie an den sozialistischem Staat DDR geglaubt zu haben, erklärte nach deren Ende – — — —— — — « — — » — —» — —.

00:32:29: Keine im Bundestag vertretene Partei hat weniger christliche Anhänger als die Linke.

00:32:36: Aber auch rechtsradikale Parteien fanden bei kirchenahen Christen in Deutschland stets weit unterdurchschnittlich Zustimmung.

00:32:44: Das kann sehr konkrete politische Folgen zeitigen.

00:32:48: An der Minderheit christlicher Wähler scheiterte der Einzug der NPD In die Landtage von Sachsen-Anhalt, Also nur die Konfessionslosen gezählt, weil die fünf Prozenthöhe überwunden nicht.

00:33:07: Aber weil die Christen nur zu zwei Prozent wählten, obwohl sie nur zwanzig Prozent waren, sagte dann das Ergebnis knapp unter die fünf Prozenthöhe.

00:33:17: Auch die AfD erreicht bei christlichen Bürgern insbesondere denen mit regelmäßiger Teilnahme am Gottesdienst stets deutlich unterdurchschnittliche Ergebnisse in Wahlen und Umfragen.

00:33:30: Die Auszählung einer Allensbach-Umfrage vom September, twenty-fünfundzwanzig ergab.

00:33:36: Bei der zweitstimmenden Parteiangabe war fast jeder dritte Konfessionslose für die AfD aber nur jeder zehnte katholische und jeder neunte evangelische Christ mit Kirchgang mindestens ab und zu nicht?

00:33:51: Also es heißt ein dreißig Prozent zu zehn bis elf Prozent.

00:33:57: Wenn die schönsten Früchte des Christentums Empathie, Demut und Gelassenheit sind dann stellen die rechtspopulistische Empathielosigkeit Hübris-und Daueraufgeregtheit ja auch eine habituelle Antithese zum Christentum dar.

00:34:17: Fünftens Die christliche Erbsündenlehre von der Fehlerhaftigkeit und Schwachheit der menschlichen Natur bewahrt vor überzogenen Ansprüchen an Politik und Politiker, und leistet damit einen Beitrag gegen Politikverdrossenheit.

00:34:33: In Umfragen bekundeten Christen in Deutschland stets überdurchschnittliche Unterstützung der Staatsform Demokratie und größeres Vertrauen in die demokratischen Institutionen – das die Abgeordneten In Berlin in erster Linie die Interessen der Bevölkerung vertreten, meinten im Allensbacher Freiheitsindex vierzig Prozent der Protestanten, einund dreißig Prozent der Katholiken und zweiundzwanzig Prozent Der Konfessionslosen.

00:35:03: Diese sahen häufige persönliche Eigeninteressen, Lobby-Interessen und solche von Wirtschaft und Banken im Vordergrund.

00:35:12: dass die Abgeordneten die Sorgen der Bevölkerung verstehen und wissen, was die Menschen derzeit bewegt.

00:35:18: Glaub jeder dritte Katholik, jeder vierte Protestant aber nicht mal jeder fünfte Bürger ohne oder mit anderer Konfession.

00:35:27: Oft zu denken – Die Politiker haben keine Ahnung!

00:35:31: Das könnte ich besser als die gaben.

00:35:34: Fünfundvierzig Prozent der Konfessionslosen an der Protestanten und die Katoliken.

00:35:43: Hilfreich dürfte sich hier das christliche Menschenbild auswirken, denn wenn der Christ einerseits auf das ursprünglich und potenziell Gute im Menschen vertrauen darf und soll dann aber enttäuscht wird kann seine Reaktion trotzdem maßvoll ausfallen, weil ihn das Böse nicht unerwartet, nicht unerklehrbar und nicht ungetröstet trifft.

00:36:09: Und den Übeltäter auch den in der Politik kann er schon deshalb nicht allzu rigoros verurteilen, weil er die Erkenntnis nutters, dass wir alle zumal sünder- und böse sind – stets auf sich selbst beziehen muss!

00:36:25: Das lässt vorsichtiger Urteilen auch gegenüber Politikern, die ihre Fehltritte im Flutlicht der demokratischen Öffentlichkeit nur schwer verbergen können.

00:36:36: Was siehst du den Splitter im Auge deines Politikers?

00:36:40: Den Balken im eigenen Auge aber siehst Du nicht!

00:36:45: Sechstens Christlichem Patriotismus bleibt gegenüber dem wiedergrassierenden Nationalismus gewahr.

00:36:53: Es gibt wesentlichere Bande zwischen den Menschen als die der Nation.

00:36:59: Im Philipper Brief heißt es, unsere Heimat aber ist im Himmel – womit alle irdischen Bindungen und Behausungen relativiert

00:37:09: sind.".

00:37:10: Die Kirchen in Deutschland haben die europäische Integration in Richtung Westen und Osten aufgeschlossen begleitet, mit eigenen Initiativen gefördert.

00:37:21: Und sie müssen über das nationale Gemeinwohl hinaus auch ein europäisches Gemeinwohl und ein Weltgemeinwohl annehmen und anstreben – denn für den Christen ist der Nächste nicht der Volksgenosse!

00:37:36: sondern der ihm jeweils Begegnende von Gott anvertraute mit Mensch zu förderst, freilich nach der Heiligen Schrift.

00:37:44: Der christliche Bruder die christliche Schwester und den Notleidenden diesseits und jenseits politischer

00:37:51: Grenzen.".

00:37:53: Beim Wort Europa denken Christen häufiger als konfessionslose An Zukunft Einheit und Abendland Und zur Europäischen Union bekundeten sie häufiger großes Vertrauen.

00:38:07: Ähnlich wie zur Europäischen Kommission und zum Europäischen Parlament, ein langsameres Tempo der Entwicklung zu einem vereinten Europa wünschten sich, dass es um die Höhe von ca.

00:38:26: Die christliche Botschaft, ihre die irdische Endlichkeit überschreitende Hoffnung begründet eine zufriedenere und optimistischere Lebenseinstellung.

00:38:37: Zukunftsvertrauen, Arbeitszufriedenheit, Freiheitsgefühl- und Gesundheitszustand werden von kirchennahem Christen überdurchschnittlich positiv beschrieben.

00:38:51: In der Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung liegt der Durchschnittswert der Lebenszufriedenheit auf einer Skala von eins bis zehn.

00:38:58: Zehn würde bedeuten, ganz und gar zufrieden bei fast sieben Punkten, bei Konfessionslosen bei sechs Komma Sieben.

00:39:10: Offenbar bringt einer am christlichen Menschenbild orientierte Erziehung weniger den Lamoyantentyper vor, der lediglich über die Verhältnisse klagt statt sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und auch die eigenen Fehler und Versäumnisse einzugestehen.

00:39:26: Die im Kontext christlichen Sozialethik vertretene Theorie einer subsidiären Gesellschaft, die zunächst die Aktivierung der eigenen Kräfte verlangt bevor man nach dem Staat ruft zeigt sich hier als besonders wirksam.

00:39:43: Menschen mit einer intrinsischen Religiosität haben überdurchschnittliche psychohygiene Werte berichtete die Zeitschrift Psychologie heute.

00:39:55: Nach einer langen Phase der Verdächtigung von Religion und Kirche als psychische Belastung, habe man nun herausgefunden, der Glaube an einen gütigen Gott erleichtere die Bewältigung von Stress, Kummer, Verlust- und Lebenskrisen.

00:40:14: Ich zitiere wörtlich, vielleicht überraschend, sie haben besseren Sex.

00:40:31: Einer der seltenen Fälle wo mir ein wissenschaftlicher Befund mal in der Boulevardpresse entgegen kam.

00:40:37: ich war nämlich in München und die Münchner Abendzeitung hatte als Schlagzeile gemacht göttlich gläubige haben den besten Sex also typischerweise für Boulevard Presse gleich wieder übertrieben.

00:40:53: In einer Studie von Klaus-Peter Jörns berichteten Gottgläubige positiver vom eigenen Familienleben und erzählten das Ende einer Liebe weniger als die Bloßtranscendenz.

00:41:05: Gläubigen oder religiös Unentschiedenen und Atheisten zu den prägenden eigenen Lebenserfahrungen.

00:41:12: Da biografische Frustrationen durch Fremdatribution leicht auf staatsbürgerliche Haltungen und Partizipationsformen durchschlagen, hat ein privat heiles Leben neben offenkundigen Auswirkungen auf die Sozialsysteme auch politische Relevanz.

00:41:32: Das private ist politisch – zumindest indirekt!

00:41:38: Und damit komme ich zum Fazit.

00:41:42: Glaubensüberzeugung und Glaubenpraxis sind also kein isolierter Lebensbereich sondern sie durchwirken, bewusst oder unbewusst die persönliche Existenz in allen Dimensionen.

00:41:56: Als familienmensch, als Freund und Partnerin Vater und Mutter, als Berufstätiger, als Vereinsmitglied und Nachbar, als Wirtschaftssubjekt und Staatsbürger.

00:42:08: Religiöse Überzeugungen beeinflussen Denken fühlen und handeln Sitte- und Moralwert und Unwertbewusstsein Konsum und Wahlentscheidungen.

00:42:19: Auch wenn sich Lebenseinstellungen und Wertüberzeugungen nicht immer in entsprechendem Verhalten niederschlagen, so mag sich doch ein Geschmack vom Salz der Erde und ein Schimmer vom Licht der Welt im sociologischen Profil der Christen entdecken lassen.

00:42:41: Dabei geht es nicht darum dass ich Christen selbst gefällig auf die Schulter klopfen sondern darum, ein Kriterium Jesu ernst zu nehmen.

00:42:54: An Ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.

00:42:58: Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor – ein schlechter Baum aber schlechte!

00:43:04: Ein guter Baum kann keine schlechten Früche hervorbringen.

00:43:10: So soll Euer Licht vor den Menschen leuchten damit Sie Eure guten Werke sehen und Euren Vater im Himmel.

00:43:21: Der Lebenswandel der Gläubigen soll also zum Indiz für die Existenz ihres Gottes werden und ein Grund zu seinem Lobpreis sein.

00:43:32: Schon die Aufmerksamkeit, die den frühen Christen in ihrer heitnischen Umwelt zuteil wurde, galt nicht allein ihrer geistlichen Botschaft – die sie bis hin zum Einsatz des Lebens als Blutzeugen bekannten sondern ebenso ihrem menschlichen Miteinander.

00:43:51: Seht nur, wie sie einander lieben!

00:43:55: Soll man über die Anhänger der Lehre Jesu gestaunt haben argumentiert Origenis gegen Zelsus und erhebt über die Gemeinde hinaus gar den Anspruch Die Christen erweisen ihrem Vaterland mehr Wohltaten als die übrigen Menschen Denn Sie sind erzieherische Vorbilder für die Anderen durch.

Über diesen Podcast

Gibt es Gott? Und wenn es ihn gibt, warum gibt es dann so viel Schlechtes in der Welt? Können wir überhaupt irgendwas über Gott wissen oder ist Gott nur Wunschdenken?

Warum denken so viele Menschen so unterschiedlich über Gott? Und wie können Menschen unterschiedlichen Glaubens gut zusammenleben? In welchem Verhältnis steht die Wissenschaft zu Gott?

Diese und ähnliche Fragen beschäftigen uns Menschen schon seit Jahrtausenden. Das IGUW (Institut für Glaube und Wissenschaft) wurde 1999 von Dr. Jürgen Spieß gegründet, um sich genau mit diesen Themen zu befassen und so den Dialog zwischen Glauben, Wissenschaft und verschiedenen Weltanschauungen zu führen.

Für diesen Podcast verarbeiten wir einereseits etliche Beiträge der letzten Jahre, aber produzieren auch immer wieder neue Inhalte.

von und mit Institut für Glaube und Wissenschaft

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